Selbst Musik zu machen, ist ein Hobby, das bis ins hohe Lebensalter ausgeübt werden kann
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Freitag, 30 Juli 2021 09:26

Corona dirigiert das Vereinsleben

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Den Taktstock hatte im abgelaufenen Vereinjahr beim Musikverein Illingen (MVI) die Corona-Pandemie in der Hand. Konzerte, Veranstaltungen und Ständchen mussten abgesagt werden, Proben waren nur eingeschränkt möglich. Diese Situation spiegelte sich auch in den Berichten der Vorstandschaft in der am letzten Freitag im Vereinsheim des MVI stattgefundenen Jahreshauptversammlung wider. Diese musste ebenfalls wegen der aktuellen Situation schon zweimal verschoben werden.

Dass aber aufgrund der Pandemie nicht alle Arbeit ruht, konnte Erich Santi, zweiter Vorsitzender, berichten. So wurden unter anderem im Vereinsheim zwei Probenräume renoviert und umgestaltet, um für den Probenbetrieb in der Jugendausbildung entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Ebenfalls liefen die Sanierungsarbeiten auch außerhalb des Vereinsheims wieder an; die Nordseite erhielt eine Wärmedämmung und einen entsprechenden Verputz. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt. Dass die Ausgaben weiterlaufen, die Einnahmen jedoch eingebrochen sind, machte Kassierer Stefan Dagenbach in seinem Bericht deutlich. Die Bilanz macht ein erhebliches Minus im Kassenbestand deutlich. Das Minus konnte zum Teil durch viele Spenden, eine Coronahilfe vom Blasmusikverband sowie durch die Unterstützung der Gemeinde Illingen in der Jugend- und der Vereinsheimförderung abgemildert werden, so der erste Vorsitzende Reimund Scheytt. Er bedankte sich bei den zahlreichen Spendern und der Gemeindeverwaltung für diese Unterstützung. Sein Dank ging auch an den Ausschuss und die Musiker/innen, die auch in dieser schwierigen Zeit im Verein mit an Bord sind.

Im Bereich der Jugendarbeit bedeuteten die Pandemiebeschränkungen einen tiefen Einschnitt, wie Jugendteam-Mitglied Bianca Malucha berichtete. So musste der geplante Start einer Bläserklasse in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Illingen-Maulbronn wegen der steigenden Inzidenzzahlen im Herbst auf ungewisse Zeit verschoben werden. Der sonst jährlich stattfindende Jugendwerbetag konnte ebenfalls nicht durchgeführt werden, der Blockflötenunterricht in den Kindergärten wurde eingestellt. Schwerer wiegt, dass das Jugendorchester aufgrund von Fluktuationen unter den Musiker/innen zu Beginn der Sommerferien 2020 aufgelöst werden musste. Positiv ist, dass acht Jugendliche aus dem Jugendorchester nach den Sommerferien ins Große Blasorchester integriert werden konnten.

Einen Ausschnitt aus den wenigen Veranstaltungen, die im abgelaufenen Vereinsjahr noch möglich waren, wurde in Form einer Präsentation von Schriftführer Martin Haußmann gezeigt. In der Länge beziehungsweise Kürze der Präsentation wurde deutlich, welchen Einschnitt das Vereinsleben erleidet. Sonst übliche Bilder, wie zum Beispiel das traditionelle Maifest, fehlten.

In den anstehenden Wahlen wurden Reimund Scheytt als erster Vorsitzender, das Jugendteam mit Bianca Malucha, Alissa Hauser und Nathalie Schaefer, die Notenwartin Anna Berghänel, die Besitzer Marco Santi und Andreas Scheuermann sowie das Orchestersprecher-Team mit Denise Behre und Wiebke Weiß in ihren Ämtern bestätigt. Katrin Leicht übernahm von Lea Berghänel das Amt der zweiten Notenwartin.

Erfreulicherweise standen für das Vereinsjahr 2020 elf zu ehrende fördernde Mitglieder an. Für 20 Jahre wurden Karl Daimer, Angelika Michalczyk und Fritz Wöhr, für 30 Jahre Klaus Geier, Erich Kienle, Wolfgang Sinnl und Klaus Kienzle geehrt. 50 Jahre halten Franz Grasberger, Ottmar Ruf und Fritz Schäuble sowie seit 60 Jahren Jürgen Scheytt dem Verein die Treue. Leider konnten nicht alle der Geehrten persönlich anwesend sein, die anwesenden Mitglieder wurden von Bürgermeister Eiberger und Vorsitzenden Reimund Scheytt ausgezeichnet.

Zum Abschluss gab Reimund Scheytt noch einen Ausblick auf geplante Veranstaltungen im laufenden Jahr. So ist im Vereinsheim des MVI für den 4. September ein Wirtshaussingen und am 23./24. Oktober der Musikerherbst geplant. Am 4. Advent soll wieder das traditionelle Jahreskonzert in der Stromberghalle stattfinden. Alle Veranstaltungen sind natürlich abhängig von der Entwicklung der Pandemie und finden nur statt, wenn es die dann gültigen Bestimmungen zulassen.

Bildunterschrift:

Die geehrten fördernden Mitglieder (erste Reihe v. li.): Wolfgang Sinnl, Angelika Michalzyk und Karl Daimer. Die Ehrung nahm Bürgermeister Eiberger und Reimund Scheytt vor (zweite Reihe v. li).